AKTUELLE AUSSTELLUNG

Das Museum hat wieder geöffnet, wir freuen uns auf Ihren Besuch

in unserer aktuellen Ausstellung MORGENRÖTE – DEUTSCHE KUNST DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS.

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Bild der Woche

Arnold Böcklin, Landschaftsstudie in den Albaner Bergen, um 1850/51

Arnold Böcklin, Landschaftsstudie in den Albaner Bergen, um 1850/51

 

Durch Magie in die Realität

Der Schweizer Maler Arnold Böcklin, geboren 1827 in Basel, gehört zu den wichtigsten Malern des deutschsprachigen Raums im 19. Jahrhundert und ist einer der bedeutendsten Anreger für die spätere Kunst des Surrealismus. Böcklin, der um 1860 herum die Freilichtmalerei als alternative Möglichkeit zur offiziellen Salon- und Historienmalerei seiner Zeit für sich entdeckte und entwickelte, gilt am Ende seines Lebens als einer der wichtigsten Gründer der Kunst des Symbolismus.

Die ihm nachfolgenden Vertreter dieser Kunstrichtung, wie Giovanni Segantini und Ferdinand Hodler, bilden gleichzeitig in ihrer Arbeit Scharniere zur Kunst des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit.

Ein wunderbares Beispiel für Böcklins Verbindung von Salon- und Freilichtmalerei ist sein Bild „Pan im Schilf“, befindlich in der Neuen Pinakothek München.

Aus der Beschäftigung mit den Figuren der antiken Mythologie entwickelt Böcklin immer stärker einen Parallelkosmos von Mischwesen, wie Kentauren und Nereiden, die in Interaktion zum Menschen treten. Dafür entwickelt Böcklin immer raffiniertere Landschaftsdarstellungen, gleichsam als Bühne für seine ganz eigenen Parallelwelten. Ein wunderbares Beispiel für die delikate Malweise Böcklins und seinen Umgang sowie das Einsetzen von geheimnisvollen Lichtquellen bietet die Landschaftsstudie im Kleinformat in der Schmalkalder Ausstellung. Der seltsamen Magie dieses Bildes kann sich der Betrachter schwerlich entziehen. Man befindet sich wie inmitten einer Reise in eine Wirklichkeit, die unserer eigenen zu entsprechen scheint, aber doch eine andere, eine ganz eigene ist. Ohne das Beispiel Böcklins wären die surrealistischen Exzesse eines Salvador Dalis in der uns bekannten Form sicherlich nicht denkbar.

 


MORGENRÖTE – DEUTSCHE KUNST DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS

Werke von Caspar David Friedrich, Lovis Corinth, Adolf von Menzel, Gabriele Münter, Käthe Kollwitz und weiteren Künstlern aus der Privatsammlung von Bernd Heinichen

 

9. Februar bis 31. August 2020 

 

Die Ausstellung präsentiert mit ausgesuchten Einzelwerken den Übergang der deutschen Malerei von Romantik und Biedermeier hin zum Impressionismus, Realismus sowie Expressionismus. In einzelnen Positionen, wie zum Beispiel bei der Arbeit von Christian Rohlfs, ist schon die Tendenz zur Abstraktion nachzuvollziehen. Insgesamt spannt die Ausstellung einen Bogen vom großen Landschaftsmaler Caspar David Friedrich bis zu den Arbeiten von Gabriele Münter oder Lovis Corinth. Ergänzt wird die Ausstellung durch Zeichnungen von Edouard Manet, Käthe Kollwitz und Carl Bantzer.

 

Katalog

Zur Ausstellung ist der Katalog "Eine Schule des Sehens – Die Privatsammlung Bernd Heinichen" (Herausgeber Dr. Hans-Dieter Mück) erhältlich.

 



DAUERAUSSTELLUNG IM KABINETT

Otto Mueller "Akte am Ufer der Moritzburger Teiche", Leihgabe der Ernst von Siemens Stiftung

Arbeiten des Expressionisten Otto Mueller (1874–1930) aus der Sammlung des Kunstvereins Schmalkalden werden als Dauerausstellung präsentiert.